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Ich bin auf diese Pflanze durch einen Zeitungsartikel in der HNA aufmerksam
geworden. Frau Klabes aus Kassel hat 20 Jahre in Afrika gelebt und hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, dort Behinderten- u. Waisenprojekte zu unterstützen und die hochpotente Heilpflanze Artemisia annua in weiträumigen Pflanzungen in afrikanischen Ländern bekannt zu machen. Vor Jahren ist sie auf einem Entwicklungshilfe-Kongress auf sie aufmerksam geworden. In ihrem Garten baut sie Artemisia an und trocknet die Blätter.
Die Pflanze ist eine Hybrid-Züchtung aus mehreren Beifußgewächsen und kann nicht durch Samen sondern nur über Stecklinge vermehrt werden. Sie hat 600 heilende Eigenschaften und
stärkt bei AIDS-Kranken das Immun-System
, und lässt
bei Malaria-Kranken die Symptome innerhalb 5 Tagen verschwinden. Das GEO-Heft Juni 2006 widmet dieser Pflanze 17 Seiten.
Das Tropeninstitut Tübingen hat diese Kreuzung gezüchtet.
Dr. Hans-Martin Hirt aus Winnenden bei Stuttgart berichtet regelmäßig im Internet. Er befürwortet den großflächigen Anbau der chinesischen Pflanze Artemisia annua in Afrika, denn so könnte die arme Bevölkerung vor Ort die Pflanze als Tee verwenden und müsste nicht teuere Malaria-Präparate für 10 oder 15 € pro Packung kaufen. Sie sind sowieso für den Großteil der Bevölkerung Afrikas unerschwinglich.
Semisynthetische Medikamente aus Artemisia haben die Therapie-möglichkeiten gegen Malaria erweitert, aber wie GEO berichtet, ist der Malaria-Erreger wandlungsfähig und beginnt, resistent gegen die vielen synthetischen Mittel zu werden.
Bei „Artemisia annua“ sind im Westen keine klinischen Studien über die Wirksamkeit bekannt, obwohl die traditionelle chinesische Teeanwendung seit über tausend Jahren solche Wirksamkeit dokumentiert. In der Provinz Sichuan wurden z. B. für die Pharmaindustrie 35 Millionen Setzling gepflanzt. Die Industrie kauft die Teeblätter in großen Mengen auf (in Afrika industriell exportiert von Madagaskar und Tansania) und verarbeitet sie. Es hat sich also gezeigt, dass das Wildkraut sehr wohl in Zentralafrika angebaut werden könnte und so den Menschen zur Verfügung stünde, wenn das Sumpffieber ausgebrochen ist.
Art der Anwendung
5 g getrockneter A3 Blätter werden mit einem Liter kochendem Wasser übergossen, 10 bis 15 Minuten stehen gelassen und dann abfiltriert. Der Tee wird dann über den Tag verteilt in vier Portionen getrunken. Die Behand-lungsdauer betrug fünf bis sieben Tage.
Ergebnisse
Nach Aussage des Rot-Kreuz-Gesundheitszentrums in Kinshasa, Kongo,
waren die Patienten nach Behandlung mit Artemisia-Tee fast alle negativ, das ist ein sehr guter klinischer Verlauf. Es ist bei den vorliegenden Daten (insgesamt wurden 161 Patienten behandelt) eine Heilungsrate von 90 % erzielt worden. Einige Erreger überleben jedoch mitunter, multiplizieren sich und können eine Re-Infektion auslösen.
Eine phantastische Chance
Dr. Hirt schreibt am 15.08.06, dass Artemisia annua-Tee eine Revolution in der Tropenmedizin darstellt. Die bis jetzt gewonnenen Ergebnisse bieten eine einmalige Chance, die aus wirtschaftlichen und bürokratischen Gründen vertan zu werden droht.
Der Sender ARTE widmete der Heilpflanze eine Sendung und titelte begeistert „Malaria, ein Sieg in Sicht“ und die Süddeutsche Zeitung schrieb „die Pflanze, die Afrika retten könnte“.
Dagmar Zimbardo
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